Der Mann mit dem Hund im Mantel

Täglich sieht man den Mann mit seinem Hund zu immer den gleichen Zeiten um das Wohnviertel gehen.

Manchmal sieht es aus, als wenn der Mann die ganze Welt auf seinen Schultern mitschleppen müsste.

Der Mann und der Hund haben ihr Tempo aufeinander abgestimmt und gehen gemächlichen Schrittes ihre Runde.

Es ist nicht einfach abzuschätzen wie alt der Mann bzw. der Hund ist, aber beide sehen so aus als hätten sie die besten Jahre schon hinter sich und schritten gemächlich ihrem Ende entgegen.

Ab und an bleibt der Mann stehen und schaut seinem Hund zu, wie er über eine Wiese streunt, um einer Spur zu folgen oder einen Haufen zu legen.

Aber die meiste Zeit sieht es so aus, als wenn der Mann ganz weit weg wäre mit seinen Gedanken, dabei immer ein Auge auf seinen Hund und das, was um ihn herum passiert, hat.

Selten sieht man ihn lächeln, aber immer grüßt er freundlich die Menschen, die ihm entgegen kommen.

Seit Kurzem hat der Hund einen Mantel um, da es langsam zu kalt geworden ist, und er schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Fast so viel, wie er mittlerweile Haare verloren hat, möchte man denken.

In letzter Zeit jedoch hat man öfters das Gefühl, wenn man den Mann sieht, dass er irgendwie leichteren Schrittes daher geht und auch sein Gesichtsausdruck sieht frischer und Fröhlicher aus.

Fast könnte man meinen, dass der Mann eine Verjüngungskur hinter sich hat oder etwas Ähnliches, das seiner Seele gut tat bzw. noch immer tut.

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7 Antworten zu “Der Mann mit dem Hund im Mantel

  1. Ich denke, mein Verdacht, wer sich hinter den (alten) Mann verbirgt, hat sich schon bestätigt… „eigentlich“ müsste ich jetzt sagen: „WILLKOMMEN IM CLUB!“
    LG

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    • Du hast es gut erkannt.
      Wobei es einem Impuls damals nachgehend war, meine Gedanken und Erlebnisse nicht in Tagebuchform, sondern als Kurzgeschichte festzuhalten.
      Was ich nun ab und an wieder aufgreifen möchte.
      Ich wünsche dir einen schönen erholsamen 2.Advent
      Viele Grüße
      Dieter

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  2. Lieber Dieter

    Ich konnte diese Geschichte nicht nochmals lesen, weil ich alles was vor dem letzten Satz steht so dermassen traurig empfinde.
    Wenn es irgend jemand wäre, dann wäre es nicht schlimm, sie auch tausendmal zu lesen.
    Doch es ist ja nicht irgend Jemand.

    Is breá liom tú
    go deo do Michelle

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    • Meine liebe Michelle

      Die Wahrheit kann man nicht oft genug zur Kenntnis nehmen und diese (meine) Geschichte ist aus der tiefsten Tiefe meiner Seele …

      Ich habe sie zwar bereits im Dezember im Autorenblog veröffentlicht aber habe ganz vergessen sie auch hier in meinem Blog einzustellen.

      t.t.m.g.r.
      g.d.d. Dieter

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  3. Immer wieder schön zu lesen. Übrigens habe ich die Geschichte meinem Papa geschickt. Er lag doch im KH und hat ganz viel gelesen. Gaaaaaaaaanz liebe Grüße soll ich Dir bestellen (sorry, voll vergessen), hat ihm total gut gefallen 😉

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