Experten, Spezialisten, Fachidioten – Schlussfolgerungen

 

Experten / Spezialisten / Fachidioten – Fortsetzung/

 

Aber vielleicht liegt es ja auch daran das schon von Beginn der Schulzeit die Bildungsinhalte deutlich vereinfacht bzw. reduziert wurden zumindest bei uns in Deutschland. Es zählt nicht mehr ein möglichst breites Wissen sondern es wird immer nur für die nächste Prüfung gelernt und möglichst schnell wieder vergessen um den Kopf für das nächste frei zu haben (nach dem sogenannten „Kellner-Prinzip“).

 

Nicht umsonst sind wir sowohl in der Europäischen als auch in der Internationalen in den PISA-Studien so weit hinten gegenüber Ländern in denen vor 30 – 40 Jahren zum Teil noch keine Schulpflicht bestand.

 

Mir persönlich drängt sich da sehr stark der Eindruck auf das bewusst fachlich einseitig ausgebildete Personen herangezogen werden.

 

Warum sollte auch ein Handwerker etwas von Literatur, Kunst, Kultur, etc. verstehen es reicht doch aus wenn er nach der Mittleren Reife z.B. in der Lage ist einfache Rechenaufgaben zu lösen in seinem jeweiligen Fachgebiet und/oder kurze einfache Protokolle seiner Tätigkeit (oft nur Stichwortartig) zu erstellen.

 

Zu meiner Zeit als ich mit meiner ersten Lehre anfing brauchte man nicht zu fast allen Ausbildungsberufen mindestens mittlere Reife sondern ein normaler Schulabschluss einer Hauptschule (ohne den heute üblichen qualifizierten Hauptschulabschluss) reichte aus.

 

Wen wundert es dann das jeder der einen Berufsabschluss hat mit ein paar Zusatzqualifikationen für sich in Anspruch nimmt zumindest ein Spezialist auf seinem Gebiet zu sein. Ohne zu bedenken wenn alle nur noch Spezialisten sind bedeutet es ja nichts mehr Besonderes diese Bezeichnung zu benutzen.

 

Früher war jemand im kaufmännischen Bereich z.B. Sachbearbeiter heute ist es ein Fachangestellter für Einkauf oder Verwaltung oder Personal oder …, Referent, Account Manager (anstelle von Verkäufer oder Sachbearbeiter im Verkauf), Fallmanager, Projektmanager, etc.

 

Ich habe mich in meinem aktiven Berufsleben immer geweigert als Experte oder Spezialist angesehen zu werden sondern bestand darauf das ich ein in verschiedenen Gebieten und Branchen erfahrener Berater/Problemlöser/etc. (ganz nach meinem Motto von der Analyse über die Umsetzung bis zu Kundenbetreuung im kaufmännischen, allgemein organisatorischen, Software bzw. EDV-Bereich) bin. Wobei sich diese Generalisierung auch Teilweise auf bestimmte technische und/oder andere kreative Bereiche ausdehnte.

 

Außerdem war ich immer auch in der Lage meine theoretischen Ansätze praktisch umzusetzen sofern es der Kunde wollte und nicht lieber einen Experten hinzuzog der oft genug zwar ein Bündel an Papier lieferte aber zu Realisierung andere Spezialisten dazu holen musste, was im Zweifel sowohl teurer war als auch länger dauerte.

 

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