Beim Gutachter am Montag (26.08.2013)

So gut ausgeruht und ausgeglichen machte ich mich ca. 30 Minuten vor meinem Termin auf zum Gutachter damit ich auf jeden Fall rechtzeitig da bin.

Am Empfang wurde als erstes mein Personalausweis verlangt und Fotokopiert, was ich nur mit einem leichten Stirnrunzeln zur Kenntnis nahm ganz nach dem Motto „Wenn sie es brauchen sollen sie es eben machen“.

In dieser doch recht ausgeglichenen Stimmung ging ich ins Wartezimmer und harte dort der weiteren Dinge. Die während der Anreiße und dem Anschließenden gemütlichen zweiten Frühstück getroffen Entscheidungen machten mir es relativ einfach so ruhig und gelassen zu sein/bleiben auch wenn einige Patienten die später kamen vor mir dran genommen wurden.

Und dann war es endlich soweit das der Gutachter mich sogar persönlich aus dem Wartezimmer abholte, mich freundlich anlächelnd mit Handschlag begrüßte (so als wenn wir alte Bekannte wären) und wir gemeinsam Plaudernd (wie war die Anfahrt, habe ich es gut gefunden, das Wetter hat sich ja gottseidank auch gehalten,…) zu seinem Arztzimmer gingen.

Nach den Anfänglichen allgemeinen Fragen kam er jedoch relativ schnell auf den Punkt.

Die vordringliche Frage des Gutachters war „Warum wurde bisher noch nichts unternommen zur Behandlung meiner Probleme die zur Erwerbsunfähigkeit führten“. Dabei konnte ich feststellen dass er bewusst oder unbewusst vermied eine Krankheitsbezeichnung wie z.B. Burnout zu äußern.

Obwohl mir irgendwann der ganze Tenor des Gesprächs nicht so recht gefiel musste ich zugeben dass der Gutachter sich doch rechte Mühe gab meine Situation zu erfassen bzw. mir zumindest diese Gefühl zu vermitteln.

Außerdem nahm er sich auch gute zwei Stunden Zeit für dieses Gespräch, was ich von den anderen Gutachtern nicht gewohnt war.

Nur zum Ende des Gesprächs verwunderte es mich das er einen weiteren Termin für notwendig hielt mit dem Psychologen des Hauses. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch dass er das wäre und war deswegen auch etwas verwundert als mir eröffnete mich jetzt noch körperlich Untersuchen zu müssen.

Mir drängte sich die Frage auf warum er mich gründlich körperlich untersuchen musste (Blutdruck messen, Lunge abhören, Reflexe an den Armen und Beinen testen, etc.) wenn es sich doch bei mir nicht um ein physisches sondern psychisch Problem handelte.

Oder ist Boreout/Burnout irgendwie äußerlich zu sehen wie z.B. durch wachsen einer Beule am Hinterkopf oder rasselnde Lungengeräusche?

So gesehen hat dieser Termin nicht dazu geführt mir Gewissheit zu verschaffen sondern eher meine Ungewissheit über das weitere in Bezug auf meine Erwerbsunfähigkeitsrente noch weiter gesteigert.

6 Antworten zu “Beim Gutachter am Montag (26.08.2013)

  1. Liebe Uschi

    Hast Du schonmal versucht im Internet Menschen zu finden, die ihre Erwerbsunfähigkeitsrente schon haben, um sie zu fragen, ob sie auch alle diese Untersuchungen machen mussten?
    Wenn diese das nämlich bejahen, könnte man schon annehmen, dass solche Untersuchungen vor einer Bewilligung vorgeschrieben werden, und nicht um sie abzulehnen?
    Wenn eine Ablehnung in Betracht genommen wird, wäre es, meiner Meinung nach, eher unwahrscheinlich noch Untersuchungskosten zu investieren.

    liebe Grüsse
    Michaela

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    • Liebe Michaela

      Ich habe meine Rente schon aber nur Zeitlich begrenzt und auch keine volle Rente da ich angeblich auch noch mindestens 3 – 6 Stunden pro Tag arbeiten gehen kann.

      Und das soll jetzt ein Sozialgericht entscheiden … der Richter hat dazu einen neuen Gutachter zur Beurteilung festgesetzt, was eigentlich für mich spricht wegen der Kosten die in diesem Fall komplett vom Staat bezahlt werden.

      Wenn ein Richter so was bewilligt hat man normalerweise schon fast den Prozess gewonnen… aber eben nur fast…

      Die lange Wartezeit geht gewaltig an die Nerven und die sind bei mir wegen der Krankheit nicht gerade besonders stark/stabil…

      Liebe Grüße

      Uschi

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  2. Ja, ich weiss Uschi, dass es diese zermürbende Wartezeit ist. Doch denke ich mir, dass sie leichter zu bewerkstelligen ist, wenn man Infos darüber hat, wie es bei anderen gelaufen ist, wenn diese positiv für die eigene Situation sind.
    Ich jedenfalls würde es so empfinden, weil ja die diversen Abläufe in gleichen Angelegenheiten, auch immer gleich ablaufen.
    Damit meine ich, dass man versichert sein kann, wenn eine Person alles positiv hinter sich gebracht hat, mit dem vorangegangenen gleichen Ablauf, wie bei Dir, dass man auch selbst quasi „überm Berg“ ist, auch wenn es noch eine Zeit lang dauert.
    Die Betonung hier liegt bei: immer gleich abläuft!!, also nicht der Subjektivität eines Richters oder Beamtens unterliegt.
    Scheint mir irgendwie logisch, wenn man die Bürokratie beachtet, die ja stur eingehalten wird bzw. eingehalten werden muss.

    Allerdings bezweifle ich in der Zwischenzeit, ob es überhaupt gut ist für Dich, dass ich da soviel darüber schreibe; und Dich womöglich mit meinen „dämlichen“ Ideen noch mehr belasten könnte.
    Deshalb will ich „endlich“ wieder einmal meine Klugscheisserei sein lassen.

    liebe Grüsse aus dem wärmer werdenden Wien
    Michaela

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    • Liebe Michaela

      Mir ist es lieber du schreibst was du denkst als wenn ich da sitze und überhaupt keine Reaktion erfolgt… denn dann frage ich mich warum ich das ganze veröffentliche und nicht einfach nur mein Tagebuch auf meinem Laptop führe…

      Und wenn etwas von dem Geschriebenen mir nicht weiterhilft habe ich auch keine Probleme damit es einfach zu ignorieren 🙂

      Also nur keine Hemmungen was zu schreiben… es wird dir nichts übel genommen …

      Liebe Grüße
      Uschi

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