Vielleicht sollte man die Ausbildungszeiten wieder verlängern ??!!

Als James Watt 1756 in Glasgow eine eigene Werkstatt als Mechaniker eröffnen wollte, wurde ihm das verboten.

Er hätte dafür nämlich Mitglied in der für Mechaniker zuständigen Gilde der Hammerschmiede werden müssen – und die nahm nur neue Mitglieder auf, wenn sie eine siebenjährige Lehrzeit absolviert hatten.

Watt war zwar nicht der Erfinder der Dampfmaschine hat aber sehr viel daran verbessert und einige wichtige Patente dafür erhalten. Außerdem wurde die physikalische Einheit (SI) für Leistung nach ihm benannt: Watt.

4 Antworten zu “Vielleicht sollte man die Ausbildungszeiten wieder verlängern ??!!

  1. Na viel anders ist es doch bei Fachbetrieben heute auch nicht…eigene Werstätten, Läden darf man im Handwerk doch auch erst als Meister eröffnen und so viel kürzer als 7 Jahre sind da die Ausbildungszeiten, glaube ich, auch nicht…;)

    Aber das garantiert leider heutzutage ja auch keine Qualität mehr…aber das hat ja nix mit den Ausbildungszeiten zu tun…;)

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    • Leider kann man heute auch bereits mit einem qualifizierten Berufsabschluss als Handwerker einen Betrieb eröffnen — darf ihn nur nicht Meisterbetrieb nennen.

      Außerdem, und das kenne ich noch aus meiner ersten Lehrzeit, war man früher Lehrling und musste alle anfallenden arbeiten erledigen. Ich musste sowohl den Hof kehren als auch morgens die Schränke für die anderen Angestellten öffnen (d.h. 10 Minuten vor Arbeitsbeginn anwesend sein) als auch im regelmäßigen Turnus in die Stadt fahren und dort Erledigungen machen.

      Ich möchte heute nicht erleben wenn ich einem Auszubildenden nur mal bitten würde mir einen Kaffee aus der Kantine mitzubringen…

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      • Hm, aber willst Du wirklich sagen, dass das gut war?

        Ich habe auch gelernt, allerdings im kaufmännischen Bereich, und ich weiss, dass ich den Menschen, die mir etwas beigebracht haben, die mich wie einen gleichwertigen, wenn auch jüngeren und unerfahrenern Menschen behandelt haben, gerne auch mal einen ykaffee geholt habe.

        Aber als ich, nur weil ich Azubi war, twas tun wollte, weil mir jemand seine Macht damit über mich zeigen wollte, habe ich auch gebockt.

        Ich finde es gut, dass sich die Welt verändert und man als Azibi nicht mehr automatisch misshandelt werden darf. Ich kenne da auch Geschichten, wo Menschen die heute erst in den 40ern sind, noch als Azubis geschlagen wurden…aber ich sehe auch das Problem, dass „der heutigen Jugend“ die Proaktivität und teilweise auch der gesunde Menschenverstand fehlt und leider glaube ich, dass das Problem schon lange besteht, wenn diese Menschen in eine Ausbildung kommen…

        Wenn Kinder und Jugendliche heute zB total überbehütet werden und die Mütter auch noch total stolz darauf sind, sich dann aber wundern, wenn diese Kinder wenn sie dann von einem Tag auf den anderen alleine ins Leben geschickt werden, nix wissen…wie soll da jemand sehen, dass es höflich wäre und einem Arbeitsklima förderlich wäre, mal dem Kollegen oder Chef einen Kaffee mitzubringen.

        Oder was ist mit den Kindern, denen schon im Kindergarten ständig suggeriert wird, dass aus ihnen eh nix werden kann?

        Ich glaube, es geht um viel tiefere, viel gesellschaftlichere Probleme, die sich natürlich auch in solchen Betrieben zeigt…

        Und danke für die Info, dass man heute schon viel früher Betriebe eröffnen kann, das wusste ich gar nicht.

        Ich versuche in meinem Umfeld eben zu überprüfen wie ich vertraue und bleibe oft an guten Handwerkern hängen. Ein Beispiel, dafür ist bei mir immer der Friseur. Ich gehe zu Menschen, die „ihr Handwerk noch gelernt haben“ und da zB auch immernoch in HH, obwohl ich inzwischn 7 Jahre in München und jetzt gerade frisch in Berlin lebe.

        UND DA IST EINS DER GRÖSSTEN PROBLEME: Qualität ist heute immer weniger gefragt – von der Masse – kann oft auch gar nicht mehr bewertet werden. Wer sieht denn heute noch, wie gut ein Haarschnitt, ein Schrank oder sogar einen Schuh ist bei der Wegwerfgesellschaft?

        Und wiemändern wir das…?

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        • Ich bin auch als Industriekaufmann in der Lehre ausgebildet worden und für mich war das damals als 14 jähriger von zu Hause ganz normal gegenüber älteren Personen höflich zu sein und auch mal gerne einen Gefallen einfach von sich aus anzubieten….

          Mir hat das viel Geholfen niemals etwas von meinen Mitarbeitern zu verlangen oder zu erwarten was ich nicht auch bereit war zu tun…

          Das ganze ist aber eine grundsätzliche Erziehungssache, ebenso das mit der Wegwerfmentalität…

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