Donnerstag – Tagebuch Teil 2 (phänomen Zeit)

Nachdem ich ja die letzten Nächte nicht so viel geschlafen hatte und auch der Schlaf als solches nicht gerade erholsam war habe ich mich heute Nachmittag hingelegt.

Den Wecker habe ich extra spät gestellt, denn wenn ich früher wach würde könnte ich ja jederzeit aufstehen und wenn nicht hätte ich den längeren Schlaf dringend nötig gehabt.

Das erste Mal bewusst wach wurde ich bereits nach knapp 30 Minuten und da ich mich gut erholt fühlte schaute ich auch auf den Wecker um zu sehen wie spät es ist.

Ich machte mir keine großen Gedanken darüber dass es noch so früh ist sondern drehte mich einfach gemütlich um und schlief auch ohne Probleme schnell wieder ein.

Beim nächsten Mal waren gut 60 Minuten vergangen und ich war durch ein Geräusch von draußen wach geworden fühlte mich aber noch immer gut ausgeruht.

Diesmal klappte es nicht so schnell mit dem wieder einschlafen da mich der Gedanke beschäftigte wie relativ doch das Empfinden der Zeit sein kann.

Nachdem ich dann nochmal für kurze Zeit eingeschlafen bin versuche ich nun weitere 30 Minuten später kurz zusammen zu fassen was mir so mit dem Phänomen Zeit im Kopf herumgeisterte bzw. noch immer herumgeistert.

Bestimmt ist es schon einigen so ergangen das die Zeit wie im Fluge verrinnt wenn man etwas Interessantes macht oder ein Termindruck da ist.

Aber genauso fliest die Zeit zäh dahin wenn man z.B. auf jemand wartet und der sich etwas verspätet – da können 5 Minuten zu gefühlten Stunden werden. Auch wieder davon abhängig was man vorhat.

Wenn ich z.B. auf den Bus warte und bereits an der Haltestelle bin können 5 Minuten endlos sein. Bin ich allerdings noch zu Hause und die Bushaltestelle ist 5 Minuten zu Fuß entfernt können 10 Minuten zu knapp sein den Bus in Ruhe zu erreichen.

Woran liegt das — kann es sein das der Begriff Zeit sowieso nur ein willkürlich getroffenes Maß ist das von Wissenschaftlern als ein Axiom festgeschrieben wurde.

In Früheren Jahren wurde Zeit danach bestimmt was man gerade zu tun hatte. Es war Zeit auf dem Bauernhof aufzustehen bevor es hell wurde damit man das Vieh versorgen konnte bevor man auf den Acker zur Arbeit ging.

Niemand brauchte eine Uhr man richtete sich einfach nach dem Stand der Sonne.

2 Antworten zu “Donnerstag – Tagebuch Teil 2 (phänomen Zeit)

  1. Liebe Uschi

    Ich denke es liegt an der Konzentration. Brauche ich die 10 Minuten um noch rechtzeitig am Zug zu sein, dann konzentriere ich mich ausschliesslich auf das, was in diesen 10 Minuten geschehen muss, damit ich rechtzeitig da bin.
    Steh ich aber und warte, dann konzentriere ich mich ausschliesslich auf die einzelnen Minuten, und bin wahrscheinlich auch noch unwirsch. Das streift irgendwie mein Thema heute, kommt mir so vor.
    Was ich nicht will zieht sich und was ich will oder brauche kann nicht lang genug sein.
    Aber wahrscheinlich empfinden auch hier die Menschen nicht gleich. Denn ich denke mir, wenn ich die Wartezeit von 10 Minuten für eine entspannende Meditation verwende, dann huschen die genauso schnell vorbei.
    In diesem Falle wäre es wieder die Einstellung, die ich zu einer Wartezeit habe.

    liebe Grüsse
    Michaela

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  2. Genau das meinte ich mit relativem zeitempfinden… ob man es Konzentration, Fixierung, Fokussierung, o.ä. nennt ist dabei unbedeutend… Das Ergebnis ist immer das gleiche…

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    „Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.“

    Ernst Ferstl (* 19. Februar 1955 in Neunkirchen in Niederösterreich) ist ein österreichischer Lehrer und Schriftsteller.
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    Liebe Grüße
    Uschi

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