Tagesarchiv: 11. Juni 2013

Dienstag – Tagebuch Teil 4

Nun ist der Dienstag auch schon wieder fast vorbei und mir geht es wieder etwas besser.

Auch der Hund liegt richtig wohlig in seine Decke eingekuschelt neben meinem Schreibtischstuhl und schläft.

Nachdem ich ihn mit schwarzem Tee abgewaschen hatte war er erst mal nicht zu Bewegen von seinem Kissen (das ich mit einem Handtuch abgedeckt hatte wegen der Nässe vom Tee) aufzustehen. Dort lag er so gut eine Stunde und erholte sich vom ganzen Stress denn heute Mittag wurde er von seiner Besitzerin mit in die Stadt geschleppt und auf dem Rückweg musste er sogar ein Stück von einem anderen Nachbar der mit dabei war getragen werden.

Ich hatte mich schon gewundert als wir zum Abendspaziergang draußen waren legte er sich 3-mal völlig erschöpft hin. Erst als ich es nach der Rückkehr ansprach erzählte die Nachbarin dass er mit in der Stadt war und deswegen etwas erschöpft ist.

Wenn ich das gewusst hätte wären wir nicht spazieren gegangen sondern er wäre gleich Abgewaschen worden und erst später z.B. nach dem Abendessen bzw. heute Nacht raus gegangen.

Da jetzt soweit alles erledigt ist kann ich auch endlich damit beginnen zu überlegen was ich morgen Koche. Ich habe Zucchini, Fenchel, Kohlrabi, Tomaten, Zwiebeln, Radieschen zur Auswahl. Dazu Reis oder Nudeln als gemischte Gemüsepfanne wäre eine Idee.

Wenn das Wetter auch so ist wie heute könnte das was werden und als Beilage entweder Rossbratwürstchen, Schnitzel oder Fisch. Aber eigentlich schmeckt die Gemüsepfanne auch ohne Fleisch-/Fischbeilage.

Sollte es allerdings morgen kühler und/oder regnerisch sein dann mache ich eine leichte Soße aus der Gemüsebrühe von letzter Woche und den Zwiebeln dazu.

Schon beim Beschreiben dessen was ich morgen kochen möchte läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ich kann richtig schmecken wie es morgen wird und werde bestimmt wieder die halbe Nacht im Traum die einzelnen Arbeitsschritte immer wieder durchgehen.

Eigentlich sollte dann morgen früh alles soweit vorbereitet sein das ich es nur noch aufwärmen müsste — wenn das geträumte real werden würde 😉 .

Dienstag – Tagebuch Teil 3

Nachdem sich meine Stimmung heute Nachmittag etwas gebessert hat entschloss ich mich gleich nach dem Mittagessen ein kurzes Mittagsschläfchen zu machen.

In den letzten Tagen habe ich feststellen können dass es mir besser tut ca. 30 Minuten zwischen 15 und 16 Uhr zu schlafen als 1 Stunde nach 16 Uhr.

Und auch heute bin ich nach der kurzen Ruhephase richtig fit und könnte wer weiß was tun wenn da nicht ein etwas unruhiges Gefühl wäre wegen der Nachbarin.

Heute Vormittag hatte ich ja Versucht den Betreuer Telefonisch zu erreiche und er hat auch in der Zeit als ich schlief zurückgerufen. Gleich nachdem ich wieder wach war habe ich zurückgerufen und ihn gebeten etwas mehr nach der Nachbarin zu sehen.

Was er mir auch zusicherte nachdem ich ihm meine Bedenken und Sorgen geschildert hatte. Nun weiß ich aber nicht wie die Nachbarin darauf reagiert wenn der Betreuer sich wieder intensiver um sie kümmert und solange ich da keine Gewissheit habe ist da ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend.

Schließlich hatte sie sich vor einem knappen Jahr schon einmal versucht umzubringen, wobei ich mich dadurch nicht unter Druck setzten lassen möchte — wenn sie für sich meint das richtige zu tun dann soll sie es machen, schließlich ist sie mit 65 Jahren alt genug und ich nur ein Nachbar der sich um ihren Hund kümmert.

So und nun genug Trübsal geblasen … in ca. 1 Stunde hole ich den Hund für einen hoffentlich ausgiebigen Abendspaziergang ab und anschließend einen Verwöhnabend für und mit dem Hund.

Wie sagte Tom Gerhardt als Hausmeister Krause schon „Alles für den Dackel….. unser Leben für den Hund….

Mal zum etwas auflockern der Stimmung :-/
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Dienstag – Tagebuch Teil 2

Nachdem der Vormittag recht bescheiden (eigentlich sollte da ein anderes Wort stehen, das verbietet mir aber meine gute Erziehung) war, ist mir auch in so einer miesen Stimmung ein hervorragendes Brot gelungen und das hebt doch schon etwas meine Stimmungslage.

Da ich nicht bei Deichmann war gab’s heute leider auch keinen Döner und zum selber kochen nur für mich hatte ich auch keine Lust. Morgen koche ich ja wieder für meine Mutter und mich – wobei ich noch nicht so recht weiß was es geben wird.

Das frische Brot roch zwar sehr verlockend hätte aber bestimmt zu weiterer Magen-verstimmung und zwar diesmal nicht psychischer sondern physischer Natur gesorgt.

Also wie meist in solchen Fällen die Speisekarte meines Lieblingsitalieners gezückt und durchstöbert. Wobei ich schon vorher wusste dass ich bestimmt wieder bei der Pasta La Forno Combinatione hängen bleiben würde. Da muss ich nicht entscheiden welche Pasta ich lieber mag sondern es kommt eine gute Mischung aus den vorhandenen.

Abends hätte der Hund sich wieder über die Reste hermachen, am liebsten mit dem ganzen Kopf in seiner Schüssel bzw. der Schale des Lieferservice die Soße auslecken, dürfen. Leider ist er zurzeit nicht bei mir und so musste ich alles alleine Essen und die Soße mit dem Rest des alten Brotes austunken.

Leider ist der Stress der vergangenen Tage die seine Besitzerin hatte bzw. gemacht hat nicht spurlos an dem Hund vorbeigegangen. Seine fast verheilten Stellen am Vorderköper hat er sich wieder ganz wundgekratzt und auch an seinen Beinchen hat er wundgenagte stellen.

Dafür habe ich noch schnell etwas schwarzen Tee aufgebrüht und werde ihn heute Abend an diesen Stellen gründlich abwaschen. Anschließend gibt es eine Massage, mit Ballistol Öl, der Wunden stellen. Bisher war das Ganze dann spätestens in 3 – 4 Tage am Abheilen und nach 1 – 2 Wochen so gut wie nicht mehr zu sehen.

Immer auf der Suche nach Wahrheit und Wissen

Ein kleiner Nachtrag zum Tag des Hundes (09.06.2013):

Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch.

Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich.

Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.

(Leonardo da Vinci, ital. Multitalent, 1452-1519)

Dienstag – Tagebuch Teil 1 (ein bescheidener Tag bisher…)

Heute hatte der Tag so gut angefangen, das Wetter hat sich stabilisiert. Zwar ist es noch kein Sommer aber doch manchmal schaut die Sonne hervor und auch die Temperatur ist wieder bei gut 20 Grad.

Von Regen ist auch nichts zu sehen und so dachte ich, dass es vielleicht genau das richtige Wetter ist um 20 – 30 Minuten zu Fuß zum Deichmann zu gehen und dort nach Sommer schuhen zu sehen.

Deswegen habe ich noch schnell den Vorteig fürs Brot angesetzt bevor ich mit dem Hund seinen Morgenspaziergang machte.

Bei so vernünftigem Wetter dauerte der Spaziergang auch etwas länger, aber immer noch innerhalb des geplanten Zeitfensters.

Aber dann brachte ich den Hund zurück zur Nachbarin/Hundebesitzerin fütterte ihn und dachte jetzt kann ich los um den Teig weiter zu bearbeiten. Danach zum Einkaufen während der Teig ruht, es ist auch nicht so schlimm wenn der Teig nicht 30 Minuten sondern 60 Minuten auf die Weiterverarbeitung wartet.

Als ich aber dann endlich zurück in meine Wohnung kam war es so spät das ich für heute keine Lust habe zum Schuhe kaufen zu gehen. Außerdem habe ich nun auch leichte Kopfschmerzen und nicht gerade die beste Stimmung.

Nachdem nun der Brotteig fertiggeknetet ist (zumindest der 1. Durchgang) ruht er an einem ruhigen und warmen Ort.

Gerade habe ich auch versucht den Betreuer von der Nachbarin zu erreichen, er soll sich endlich etwas mehr um sie kümmern, aber wie so oft nur den Anrufbeantworter angetroffen und nun warte ich auf einen Rückruf.

Denn heute hat sie es wirklich übertrieben, obwohl ich ihr sagte ich habe heute keine Zeit hat es sie nicht interessiert und sie kam mit allem möglichen und unmöglichen Dingen an.

Ich helfe ja gerne aber nicht wenn es unnützes Zeugs ist und ich auch selbst einiges wichtiges zu erledigen habe.

Wer bin ich denn, ich bin doch nur ein hilfsbereiter Nachbar der aber langsam die Nase gestrichen voll hat ausgenutzt zu werden und das nur wegen dem Wohl des Hundes.